Auf einen Blick
Tiefer Gesäßschmerz, der in die Rückseite des Oberschenkels ziehen kann.
Die Beschwerden ähneln einem Bandscheibenproblem – die Abgrenzung ist wichtig.
Dehnung, Kräftigung und weniger Sitzen helfen in vielen Fällen.
[Entwurfstext – wird von Dr. Bader geschrieben bzw. geprüft]
Was ist das Piriformis-Syndrom?
Der Piriformis ist ein kleiner Muskel tief im Gesäß. Direkt daneben verläuft der Ischiasnerv. Ist der Muskel verspannt oder überlastet, kann er den Nerv reizen. Die Folge sind Schmerzen im Gesäß, manchmal mit Ziehen oder Kribbeln im Bein.
Abgrenzung zum Rücken
Ähnliche Beschwerden entstehen bei Bandscheibenvorfällen oder Problemen am Kreuz-Darmbein-Gelenk. Hinweise auf den Piriformis sind Schmerzen beim langen Sitzen und bei Druck auf die Gesäßmitte. Lähmungen, Taubheit oder Störungen beim Wasserlassen gehören sofort ärztlich abgeklärt.
Behandlung
Dehnübungen für die Gesäßmuskulatur, Kräftigung der Hüfte und Pausen bei langem Sitzen. Die Laufbelastung wird vorübergehend reduziert. Physiotherapie unterstützt. Bleiben die Beschwerden, wird geprüft, ob die Ursache doch an der Wirbelsäule liegt.
Häufige Fragen
Wie wird die Diagnose gestellt?
Vor allem durch die körperliche Untersuchung. Bildgebung dient dazu, andere Ursachen auszuschließen.
Hilft die Faszienrolle?
Vielen tut sanfter Druck gut. Starker Druck direkt auf den Nerv kann die Beschwerden verstärken.
Wann darf ich wieder laufen?
Sobald Alltag und zügiges Gehen schmerzfrei sind, mit langsamem Wiedereinstieg.