Fersenschmerzen beim Laufen: Ursache erkennen, gezielt behandeln

Wenn die Ferse beim Laufen schmerzt, kommt es zuerst auf den genauen Ort an: unter der Ferse, hinten am Fersenbein oder mittendrin. Danach richtet sich, welche Behandlung sinnvoll ist.

Auf einen Blick

Schmerz unter der Ferse, morgens beim ersten Schritt: oft Plantarfasziitis.

Schmerz hinten am Fersenbein: meist der Ansatz der Achillessehne.

Schmerz, der unter Belastung zunimmt und auch in Ruhe bleibt: abklären lassen.

[Entwurfstext – wird von Dr. Bader geschrieben bzw. geprüft]

Wo genau tut es weh?

Die Ferse ist kein einheitlicher Schmerzort. Unter der Ferse setzt die Sehnenplatte der Fußsohle an, hinten die Achillessehne, dazwischen liegt ein druckempfindliches Fettpolster. Wer den Schmerz mit einem Finger zeigen kann, hilft bei der Diagnose schon sehr.

Die häufigsten Ursachen

Plantarfasziitis: Reizung der Sehnenplatte an der Fußsohle. Typisch ist der Anlaufschmerz am Morgen.

Achillessehnenansatz: Schmerz und Schwellung hinten am Fersenbein, oft in Kombination mit einer Haglund-Ferse.

Fersenpolster-Syndrom: Schmerz mitten unter der Ferse, besonders auf hartem Untergrund.

Stressreaktion des Fersenbeins: selten, aber wichtig – bei Schmerz, der trotz Pause nicht nachlässt.

Was Sie selbst tun können

Trainingsumfang für einige Wochen reduzieren, nicht komplett aufhören. Wadenmuskulatur und Fußsohle dehnen, die Fußmuskulatur kräftigen und Laufschuhe prüfen. Weicher Untergrund entlastet.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Lassen Sie die Ferse untersuchen, wenn sich nach etwa sechs Wochen nichts gebessert hat, wenn sie selbst ohne Belastung oder im Liegen weh tut, sichtbar anschwillt oder sich taub anfühlt.

Häufige Fragen

Darf ich mit Fersenschmerzen weiterlaufen?

Leichte Beschwerden, die beim Einlaufen besser werden, erlauben meist reduziertes Training. Wird der Schmerz beim Laufen stärker, sollten Sie pausieren und die Ursache abklären lassen.

Helfen Einlagen?

Bei Plantarfasziitis können Einlagen die Sehnenplatte entlasten. Sie wirken am besten zusammen mit Dehnung und Kräftigung.

Wie lange dauert die Heilung?

Eine Plantarfasziitis braucht oft mehrere Wochen bis Monate. Je früher die Belastung angepasst wird, desto kürzer.

Wann ist eine Stoßwellentherapie sinnvoll?

Wenn konservative Maßnahmen über einige Monate nicht ausreichend geholfen haben. Ob sie in Ihrem Fall passt, klärt die Untersuchung.

Dieser Beitrag basiert auf dem Interview „Nicht jeder Fersenschmerz ist gleich“ in der Serie Deep Dive Laufbeschwerden auf run-times.de.

Zum Artikel auf run-times.de

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