Auf einen Blick
Hallux valgus ist eine Fehlstellung der Großzehe, Hallux rigidus ein Verschleiß des Großzehengrundgelenks.
Mit beiden ist Laufen oft weiter möglich – mit passenden Schuhen und angepasster Belastung.
Operiert wird erst, wenn Schmerzen trotz konservativer Maßnahmen bleiben.
[Entwurfstext – wird von Dr. Bader geschrieben bzw. geprüft]
Zwei verschiedene Probleme an derselben Zehe
Beim Hallux valgus weicht die Großzehe nach außen ab, am Ballen entsteht eine Vorwölbung, die im Schuh drücken kann. Beim Hallux rigidus ist der Gelenkknorpel abgenutzt. Das Gelenk wird steif und schmerzt vor allem beim Abrollen.
Was ohne Operation möglich ist
Schuhe mit breiter Zehenbox nehmen Druck vom Ballen. Beim Hallux rigidus hilft eine steifere Sohle oder eine Abrollhilfe, weil sie das Gelenk beim Abdrücken entlastet. Einlagen, Fußgymnastik und eine angepasste Trainingsplanung ergänzen das. Die Fehlstellung selbst bildet sich dadurch nicht zurück, die Beschwerden lassen sich aber oft gut beherrschen.
Wann eine Operation sinnvoll wird
Wenn die Schmerzen den Alltag oder das Laufen dauerhaft einschränken und konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichen. Welches Verfahren passt, hängt vom Befund ab. Dr. Bader erläutert das auch in seinem Patientenvortrag zum Hallux valgus.
Häufige Fragen
Wird ein Hallux valgus durchs Laufen schlimmer?
Dafür gibt es keinen klaren Beleg. Wichtiger sind Veranlagung und Schuhwerk. Schmerzen beim Laufen sind aber ein Zeichen, Schuhe und Belastung zu prüfen.
Helfen Zehenspreizer und Schienen?
Sie können Druckstellen lindern. Die Fehlstellung korrigieren sie nicht dauerhaft.
Wie lange fällt man nach einer Operation aus?
Das hängt vom Verfahren ab. Bis zur vollen Laufbelastung vergehen in der Regel mehrere Monate.
Zu diesem Thema sind die Interviews „Laufen mit Hallux valgus“ und „Laufen mit Hallux rigidus“ auf run-times.de erschienen.
Zum Artikel auf run-times.de